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60 Jahre Sebring - Der Rückblick
Etwas wichtiges vorab: Wir sind besonders stolz, eine derart umfassende Fotogalerie präsentieren zu können! Über 200 historische Originalaufnahmen haben den Weg in die Galerie gefunden und nicht alle Fotos sind aus unserem Archiv. Besonderen Dank gilt deshalb den Fotografen für Ihre Unterstützung: Dave Friedman, Louis Galanos, Fred Lewis, Michael O. Crews, George Boron und Dave Nicholas.
Sebring - ehemaliges Militär-Flughafengelände aus den 40er Jahren, unterschiedliche Asphaltsorten und Beläge, etliche Bodenwellen, viele versteckte Kurvenscheitelpunkte, überaus unebene Zielkurve (Sunset Bend) auf zusammengesetzten Bodenplatten, sehr schnelle Passagen unterbrochen durch schmale 90-Grad Kurven... Nicht umsonst sagen die meisten Fahrzeughersteller, dass die 12 Stunden von Sebring härter für das Fahrzeug seien als die 24 Stunden von Le Mans.
Zu diesem besonderen Jubiläum erinnern wir uns in diesem Artikel an ein paar interessante Anekdoten aus der Geschichte von Sebring.
1957: Das erfolgreiche Frauen-Duo im Schatten von Fangio und Moss
Maserati war mit dem neuen 4,5-Liter V8, gesteuert von Juan Manuel Fangio, von Beginn an in Führung, während Stirling Moss im letztjährigen Maserati 300S lange auf Platz 2 war, aber durch einige Pannen zwischenzeitlich zurückgeworfen wurde. Jaguar und Ferrari waren starke Gegner und die Zuschauer genossen die Aufholjagd von Moss. Aufgefallen waren auch die Porsche 550 RS, wovon zwei zuverlässig das Rennen meisterten und ein Privatteam den Klassensieg holte!
Und unter all diesen hektisch spannenden Ereignissen fuhren fast unbeachtet und ohne Zwischenfälle zwei Rennfahrerinnen in einem knallgelben Renault Dauphine mit: Die Belgierin Gilberte Thirion (im Wagen sitzend) und die Schweizerin Nadège Ferrier aus Genf.
Das Werk meldete gleich drei Renault Dauphine für Sebring an und alle drei kamen mit derselben Rundenzahl schadenlos ins Ziel und dies mit einer erstaunlichen Durchschnittsgeschwindigkeit von 96 km/h!
Charles Vögele mit dem Lufttaxi nach Sebring 1960
1960 waren der Schweizer Unternehmer und Rennfahrer Charles Vögele (CH) zusammen mit Co-Pilot Peter Ashdown (GB) beim 12 Stunden Klassiker Sebring angemeldet und holten mit ihrem Lola Mk1 BR6 den Klassensieg! Wie Charles Vögele in einem Interview (siehe AR Nr.10 aus 1961, Seite 11) erklärte, war die Hinreise nicht ganz unkompliziert und sein Team verpasste beinahe die obligatorische Erscheinungspflicht vor Ort:
"... Aber auch in Sebring schien sich anfangs alles gegen mich verschwört zu haben. Zunächst fand unser Lufttaxi, welches uns von Miami nach Sebring bringen sollte, den vorgesehenen Landeplatz nicht, und unser Pilot flog ganze 1,5 Stunden über das Ziel hinaus, bis man uns durch Funk fand und nach Miami zurückbeorderte, unser Benzinvorrat war aber bereits derart knapp, dass an einen Rückflug nicht mehr zu denken war. Mit dem allerletzten Tropfen erreichten wir gerade noch Sebring. Keine Minute kam ich zu spät, um gerade noch das obligatorische Nachttraining zu absolvieren, andernfalls man mich überhaupt nicht zum Start zugelassen hätte."
1965: Beginn der Automatik im Regensturm
Zwar hatte der vom Ölmillionär aus Texas, Jim Hall, gebaute Chapparal-Sportwagen mit 5,4-Liter-V8 Chevrolet-Motor bereits Ende 1964 einige Rennen gewonnen. Aber erst durch seinen Triumph am 12 Stunden-Rennen von Sebring 1965 horchte die Fachwelt richtig auf den Sieg dieses neuen Fahrzeuges auf, dessen besonderes Merkmal der automatischen Kraftübertragung galt. In der bis dahin 70 Jahre alten Geschichte des Automobilrennsportes hatte damit die Ära der Automatik begonnen. Bis dahin leistete der Rennsport keine Pionierarbeit, denn die automatische Kraftübertragung hatte sich im Personenwagenbau schon längst bewährt. Dieses Konstruktionsmerkmal tauchte vor 25 Jahren erstmals bei einem Oldsmobile Tourenwagen auf. Nachdem sich die Automatik rapide entwickelt hatte und sich eine ständig zunehmende Zahl von Konstrukteuren ihr zuwand, sagten ihr die Propheten der Rennfahrzeugtechnik auf diesem Sektor eine glanzvolle Zukunft voraus. Mit der neuen und ab 1966 gültigen Grand-Prix-Rennformel kam diese Art von Kraftübertragung ebenfalls zur Anwendung.
Sebring 1965 ging aber auch durch naturbedingte Ereignisse in die Geschichte ein. Noch nie zuvor überraschte ein derart heftiger Regensturm das Rennen, abgebrochen wurde es nicht, aber die Fahrer wurden gezwungen, ihren Fahrstil drastisch zu ändern... Die Fotos jener Stunden gelten noch heute zu den legendärsten!
Nicht verpassen: Auch die Filmaufnahmen dieses Rennens im Regen sind legendär! Schauen Sie den Video links oben unter "Multimedia" über Sebring 1965 an! Ab Filmminute 18 wird die Zielgerade zum Fluss!
1966: Dan Gurney - Pech mit Wagenschieben
Nur noch fünf Minuten bis zum Schluss der 1966er Ausgabe der 12 Stunden von Sebring: Ford dominiert auf den Plätzen 1, 2, 3 und 4 mit den 7-Liter Boliden, Dan Gurney fährt siegessicher der letzten Runde entgegen. Es ist jener Moment, wo alle Zuschauer gebannt auf jene Kurve blicken, wo der Sieger gleich um die Ecke kommen wird, stürmisch der schwingenden Zielflagge entgegenfahrend. Zuschauer mit eigenen Stoppuhren wirken plötzlich unsicher, beginnen zu diskutieren und aufzustehen, von der Rundenzeit her sollte Dan Gurney bereits im Ziel sein! Dann erklingt die Stimme über die Lautsprecher: "This is unbelievable. This is un-bee-lee-va-bull!" Kurz darauf erblicken die Zuschauer Dan Gurney, wie er seinen Ford MkII am Streckenrand vor sich her schiebt! Sein Ford MarkII erlitt in der letzten Runde einem Motorschaden! Der schnell aufholende zweitplatzierte Ken Miles (rechts im Bild) in der Spidervariante Ford GT-X1 sollte ebenfalls demnächst um die Ecke donnern... So vermutet, so geschehen: Im Moment wo Gurney den Ford über die Ziellinie rollt, kommt Ken Miles um die Ecke und erreicht als vorerst Zweiter die Ziellinie.
Dan Gurney wurde aber disqualifiziert, denn nach den Regeln war es nicht erlaubt, ein Fahrzeug überhaupt zu schieben. Tragischerweise hätte Dan Gurney auf dem zweiten Gesamtrang enden können, denn mit 12 Runden Vorsprung hätte er den Wagen einfach stehen lassen können... Ironischerweise erinnert die Szene aber auch an jene von Daytona 1962, wo Dan Gurney, ebenfalls den Wagen schiebend, das Rennen dann aber gewonnen hatte (wir berichteten darüber) !
1970: Wie Steve McQueen auf den Gesamtsieg verzichtete
1970 war eines der spannendsten Sebringrennen überhaupt: in den letzten zwei Stunden wechselte einige Male die Führung und dann behauptet noch ein offizieller Steward, der für die Zeitmessung zuständig war, dass eigentlich Steve McQueen auf Porsche 908 den Gesamtsieg errungen hätte, aber alles der Reihe nach.
Während den ersten zehn Stunden führte meistens Mario Andretti im Ferrari 512S. Dahinter auf Platz 2 Jo Siffert und Pedro Rodriguez im Gulf-Porsche 917K, Platz 3 Steve McQueen und Peter Revson im Porsche 908.
Zwei Stunden vor Schluss erlag der Andretti Ferrari einem Motorschaden, Siffert im Porsche lag damit in Führung, kurz dahinter McQueen auf Platz 3 und Nino Vaccarella im Ferrari 512S auf Platz 4.
27 Minuten vor Schluss musste der Siffert/Rodriguez 917er wegen Reifenschaden aufgeben, Steve McQueen somit auf Platz 1! Ferrari-Manager Mauro Forghieri sah nur noch eine Möglichkeit, den Gesamtsieg zu holen: Nino Vaccarella durch den bereits ausgeschiedenen Mario Andretti auszuwechseln, denn nur mit Andretti's Fahrkünsten konnte man den Rückstand noch aufholen...
Das offizielle Resultat heisst: Andretti hat im Ferrari tatsächlich aufgeholt und mit 23 Sekunden Vorsprung gewonnen!
Ein offiziell angestellter Steward, John Bradley, zuständig für die Zeitmessung, behauptet noch heute, dass eigentlich Steve McQueen im Porsche 908 mit einer knappen Runde Vorsprung der Gewinner hätte sein müssen: Die Zeitmessung befand sich ein gutes Stück vor der eigentlichen Ziellinie, nämlich noch vor der letzten Kurve, also sicher 20 Sekunden vor der Zieldurchfahrt! Damals gab es ja noch keine Transponder an den Fahrzeugen wie heute, sondern ein spezielles Team des Veranstalters sorgte dafür, dass die Zeiten manuell notiert wurden: Jeder der sogenannten "Timer and Scorers" erhielt die Aufgabe, zwei bis drei Fahrzeuge zu messen. Jedesmal wenn eines seiner Fahrzeuge bei der Zeitmesslinie vorbeifuhr, wurde die Zeit von der grossen Stoppuhr abgelesen, notiert und an die sogenannten "Scorer" (Punktevergeber) weitergeleitet, welche dann regelmässig Zwischenresultate des Rennens zusammenstellten. Dass hier Fehler entstehen konnten, verwundert einen nicht, vor allem bei Langstreckenrennen wie diesem nicht...
Steve McQueen lag also mit einer Runde Vorsprung in Führung. Gerade kurz vor der Zeitmesslinie sei Steve McQueen von Andretti überholt worden, der somit in die gleiche Runde wie McQueen aufgeholt hatte, aber noch nicht in Führung lag! Auf dem Weg von der Zeitmesslinie bis zur eigentlichen Ziellinie liefen dann die 12 Stunden ab! Der Mann mit der Zielflagge dachte dann wohl irrtümlicherweise, dass Andretti der Sieger gewesen sei, obwohl der ja noch knapp eine Runde hinten dran war... Als man Steve McQueen fragte, ob er ein Veto gegen diese ominöse Zieldurchfahrt einlegen wolle sagte er bloss: "Ich hatte sehr viel Spass! Wir sind auf Platz 2 und holten den Klassensieg. NEIN!" (Quelle: Louis Galanos' Artikel auf sportscardigest.com)
Die historischsten Ereignisse der 12 Stunden von Sebring
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1942 | Die militärische Trainingseinrichtung Hendricks Field wird eröffnet |
| 1945 | Schliessung von Hendricks Field, Nutzung des Geländes als Sebring Flughafen |
| 1949 | Flugzeugingenieur Alec Ulmann schlägt kommerzielle Nutzung des Geländes für Rennen vor. |
| 1950 | Erstes Rennen auf der Sebring Rennstrecke: Das 6 Stunden "Sam Collier" Memorial Rennen |
| 1952 | Erstes 12-Stunden Rennen von Sebring am 15. März 1952 ausgetragen |
| 1953 | Die FIA Sportwagen-Weltmeisterschaft findet zum ersten Mal statt (und wurde in dieser Form bis 1993 ausgetragen). Sebring war von Beginn an die erste Rennstrecke im Jahreskalender der FIA Sportwagen-Weltmeisterschaft. |
| 1954 | Stirling Moss gewinnt überraschenderweise das Rennen in einem OSCA |
| 1955 | Jaguar gewinnt den historischen Kampf gegen Ferrari |
| 1956 | Die Rennlegende Juan Manuel Fangio holt für Ferrari den Gesamtsieg (Ferrari 860 Monza) |
| 1957 | Fangio gewinnt wieder, diesmal in einem Maserati 450S |
| 1959 | Zum ersten Mal findet ein Formel 1 Rennen in Sebring statt (12. Dezember 1959) |
| 1960 | Den ersten Langstrecken-Sieg von Porsche überhaupt holten sie in Sebring |
| 1961 | Olivier Gendebien gewinnt zum 3. Mal in Serie und hält bis heute den Rekord von nacheinanderfolgenden Siegen |
| 1964 | Ferrari gewinnt zum vierten Mal in Serie |
| 1965 | Sieg eines amerikanischen Herstellers innerhalb der letzten 10 Jahre: Jim Hall und Hap Sharp auf Chevrolet Chaparral |
| 1966 | Dan Gurney holte beinahe den Gesamtsieg, technischer Defekt in letzter Runde! |
| 1968 | Aus Schweizer Sicht das wichtigste Jahr: Jo Siffert gewinnt im Porsche 906 |
| 1969 | Letztes Jahr mit "Le Mans"-Startstil |
| 1970 | 22 Sekunden nur trennten Gesamtsieger Mario Andretti im Ferrari und Schauspieler Steve McQueen im Porsche |
| 1972 | Mario Andretti gewinnt zum dritten Mal in Serie. Alec Ulmann verkündet, dass dies das letzte Rennen gewesen sei. |
| 1973 | Der seit 1969 bestehende Motorsportverband IMSA (International Motor Sports Association) übernimmt die Veranstaltungsrechte in Sebring: John Bishop übernimmt Position von Alec Ulmann |
| 1974 | Das Rennen fand wegen der Energiekrise nicht statt. Unzählige Zuschauer kamen aber trotzdem nach Sebring und feierten einfach ohne das Renngeschehen... |
| 1975 | Hans-Joachim Stuck sicherte den ersten Sieg von BMW in Sebring |
| 1976 | Die Porsche Ära beginnt |
| 1980 | Dick Barbour Racing siegt zum dritten Mal in Serie (mit Porsche 935) |
| 1983 | Grösste Überraschung der ganzen Geschichte von Sebring: ein GT Fahrzeug holt den Gesamtsieg (Porsche 934) |
| 1985 | Bob Wollek und A.J. Foyt sichern den 10. Sieg in Serie für Porsche! |
| 1988 | Hans-Joachim Stuck zum dritten Mal Gesamtsieger |
| 1989 | Porsche gewann 13 Mal in Folge, Nissan beendet diese Dominanz und gewinnt auch in den beiden Folgejahren. |
| 1992 | Toyota gewinnt zum ersten Mal ein Langstreckenrennen |
| 1995 | Ferrari gewinnt zum 10. Mal in Sebring und startet seit 23 Jahren unterbruchslos in Sebring |
Rekorde in Sebring - Zahlen und Fakten
Platzierungen: Porsche ist auch in Sebring jene Marke mit den meisten Gesamtsiegen (18), gefolgt von Ferrari (12), Audi (9) und Nissan (4). Tom Kristensen (Mr. Le Mans) hält auch in Sebring den Rekord über die meisten Gesamtsiege (5), gefolgt von Frank Biela (4) und Rinaldo Capello (4), frühere Fahrer wie Mario Andretti, Phil Hill, Olivier Gendebien und Hans-Joachim Stuck erreichten je 3 Gesamtsiege. Betrachtet man allerdings die Summe von Gesamt- und Klassensiegen rücken historische Rennfahrer wie Phil Hill und Hans-Joachim Stuck auf die vorderen Plätze. Übrigens hält Porsche auch den Rekord an Anzahl Klassensiegen: sagenhafte 67! Und wenn wir schon bei Porsche sind: Auch die Rekorde "Anzahl Platzierungen in der Top 10" und "Anzahl Kilometer in Führung" gehen an Porsche.
Zeiten: Gerade mal 6.36 Sekunden trennten Gold von Silber im Jahre 2005 während 12 Runden Vorsprung im Jahre 1967 immer noch als Rekordvorsprung gilt.
Geschwindigkeiten: Derek Bell im Porsche 962 hält immer noch den Rekord bezüglich Durchschnittsgeschwindigkeit von 130 mph von 1986.
Alle Sieger von 1952 - 2011
| Jahr | Fahrer | Team | Fahrzeug |
|---|---|---|---|
| 1952 |
Harry Gray Larry Kulok |
Stuart Donaldson | Frazer-Nash Le Mans Replica |
| 1953 |
Phil Walters John Fitch |
Briggs Cunningham | Cunningham C4R-Chrysler |
| 1954 |
Stirling Moss Bill Lloyd |
Briggs Cunningham | O.S.C.A. MT4 |
| 1955 |
Mike Hawthorn Phil Walters |
Briggs Cunningham | Jaguar D-Type |
| 1956 |
Juan Manuel Fangio Eugenio Castellotti |
Scuderia Ferrari | Ferrari 860 Monza |
| 1957 |
Jean Behra Juan Manuel Fangio |
Maserati | Maserati 450S |
| 1958 |
Phil Hill Peter Collins |
Scuderia Ferrari | Ferrari 250 TR58 |
| 1959 |
Dan Gurney Chuck Daigh Olivier Gendebien |
Scuderia Ferrari | Ferrari 250 TR59 Fantuzzi |
| 1960 |
Hans Herrmann Olivier Gendebien |
Joakim Bonnier | Porsche RS-60 |
| 1961 |
Phil Hill Olivier Gendebien |
SpA Ferrari SEFAC | Ferrari 250 TRI/61 |
| 1962 |
Joakim Bonnier Lucien Bianchi |
Scuderia SSS Republica di Venezia | Ferrari 250 TRI/61 |
| 1963 |
John Surtees Ludovico Scarfiotti |
SpA Ferrari SEFAC | Ferrari 250P |
| 1964 |
Mike Parkes Umberto Maglioli |
SpA Ferrari SEFAC | Ferrari 275P |
| 1965 |
Jim Hall Hap Sharp |
Chaparral Cars Inc. | Chaparral 2-Chevrolet |
| 1966 |
Ken Miles Lloyd Ruby |
Shelby American Inc. | Ford X1 Roadster |
| 8.66 km Strecke | |||
| 1967 |
Bruce McLaren Mario Andretti |
Ford Motor Company | Ford GT40 MkIV |
| 1968 |
Jo Siffert Hans Herrmann |
Porsche Automobile Company | Porsche 907 |
| 1969 |
Jacky Ickx Jackie Oliver |
J.W. Automotive Engineering | Ford GT40 MkI |
| 1970 |
Ignazio Giunti Nino Vaccarella Mario Andretti |
SpA Ferrari SEFAC | Ferrari 512S |
| 1971 |
Vic Elford Gérard Larrousse |
Martini Racing | Porsche 917K |
| 1972 |
Mario Andretti Jacky Ickx |
SpA Ferrari SEFAC | Ferrari 312PB |
| 1973 |
Hurley Haywood Peter Gregg Dave Helmick |
Dave Helmick | Porsche Carrera RSR |
| 1974 | Kein Rennen wegen Energiekrise | ||
| 1975 |
Hans-Joachim Stuck Brian Redman Allan Moffat |
BMW Motorsport | BMW 3.0 CSL |
| 1976 |
Al Holbert Mike Keyser |
Holbert Porsche-Audi | Porsche Carrera RSR |
| 1977 |
George Dyer Brad Frisselle |
George Dyer | Porsche Carrera RSR |
| 1978 |
Brian Redman Charles Mendez Bob Garretson |
Dick Barbour Racing | Porsche 935 |
| 1979 |
Bob Akin Rob McFarlin Roy Woods |
Dick Barbour Racing | Porsche 935 |
| 1980 |
John Fitzpatrick Dick Barbour |
Dick Barbour Racing | Porsche 935 K3 |
| 1981 |
Bruce Leven Hurley Haywood Al Holbert |
Bayside Disposal Racing | Porsche 935/80 |
| 1982 |
John Paul, Sr. John Paul, Jr. |
JLP Racing | Porsche 935 JLP-3 |
| 7.52 km Strecke | |||
| 1983 |
Wayne Baker Jim Mullen Kees Nierop |
Personalized Autohaus | Porsche 934 |
| 1984 |
Mauricio de Narvaez Hans Heyer Stefan Johansson |
De Narvaez Enterprises | Porsche 935J |
| 1985 |
A. J. Foyt Bob Wollek |
Preston Henn | Porsche 962 |
| 1986 |
Hans-Joachim Stuck Jo Gartner Bob Akin |
Bob Akin Motor Racing | Porsche 962 |
| 6.85 km Strecke | |||
| 1987 |
Jochen Mass Bobby Rahal |
Bayside Disposal Racing | Porsche 962 |
| 1988 |
Klaus Ludwig Hans-Joachim Stuck |
Bayside Disposal Racing | Porsche 962 |
| 1989 |
Geoff Brabham Chip Robinson Arie Luyendyk |
Electramotive Engineering | Nissan GTP ZX-Turbo |
| 1990 |
Derek Daly Bob Earl |
Nissan Performance Technology | Nissan GTP ZX-Turbo |
| 5.99 km Strecke | |||
| 1991 |
Derek Daly Geoff Brabham Gary Brabham |
Nissan Performance Technology | Nissan NPT-90 |
| 1992 |
Juan Manuel Fangio II Andy Wallace |
All American Racers | Eagle MkIII-Toyota |
| 1993 |
Juan Manuel Fangio II Andy Wallace |
All American Racers | Eagle MkIII-Toyota |
| 1994 |
Steve Millen Johnny O'Connell John Morton |
Clayton Cunningham Racing | Nissan 300ZX |
| 1995 |
Andy Evans Fermín Vélez Eric van de Poele |
Scandia Motorsports | Ferrari 333 SP |
| 1996 |
Wayne Taylor Jim Pace Eric van de Poele |
Doyle Racing | Riley & Scott Mk III-Oldsmobile |
| 1997 |
Andy Evans Fermín Vélez Yannick Dalmas Stefan Johansson |
Team Scandia | Ferrari 333 SP |
| 1998 |
Didier Theys Gianpiero Moretti Mauro Baldi |
MOMO Doran Racing | Ferrari 333 SP |
| 5.96 km Strecke | |||
| 1999 |
Tom Kristensen JJ Lehto Jörg Müller |
BMW Motorsport | BMW V12 LMR |
| 2000 |
Frank Biela Tom Kristensen Emanuele Pirro |
Audi Sport North America | Audi R8 |
| 2001 |
Rinaldo Capello Michele Alboreto Laurent Aïello |
Audi Sport North America | Audi R8 |
| 2002 |
Rinaldo Capello Christian Pescatori Johnny Herbert |
Audi Sport North America | Audi R8 |
| 2003 |
Frank Biela Marco Werner Philipp Peter |
Infineon Team Joest | Audi R8 |
| 2004 |
Allan McNish Frank Biela Pierre Kaffer |
Audi Sport UK Team Veloqx | Audi R8 |
| 2005 |
JJ Lehto Marco Werner Tom Kristensen |
ADT Champion Racing | Audi R8 |
| 2006 |
Tom Kristensen Allan McNish Rinaldo Capello |
Audi Sport North America | Audi R10 TDI (Diesel) |
| 2007 |
Frank Biela Emanuele Pirro Marco Werner |
Audi Sport North America | Audi R10 TDI (Diesel) |
| 2008 |
Timo Bernhard Romain Dumas Emmanuel Collard |
Penske Racing | Porsche RS Spyder |
| 2009 |
Tom Kristensen Allan McNish Rinaldo Capello |
Audi Sport Team Joest | Audi R15 TDI (Diesel) |
| 2010 |
Marc Gené Alexander Wurz Anthony Davidson |
Team Peugeot Total | Peugeot 908 HDi FAP (Diesel) |
| 2011 |
Loïc Duval Nicolas Lapierre Olivier Panis |
Team Oreca Matmut | Peugeot 908 HDi FAP (Diesel) |










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