Nach Fords problematischem, aber vielversprechendem Debüt des GT40 bei den 24 Stunden von Le Mans 1964 – mit dem klar formulierten Ziel, Ferrari kompromisslos zu schlagen – wurde Shelby American hinzugezogen, um den GT40 technisch weiterzuentwickeln und die Zuverlässigkeitsprobleme zu eliminieren. Das Resultat war der GT40 MK 1. Eines der gebauten Exemplare war P1006.
Aston Martin baute für Sportwagenrennen einen eigenen Wagen, den DB3. Zwar basierte dieser auf einigen mechanischen Komponenten des DB2, doch im Detail war das Werk von Robert Eberan von Eberhorst eine eigenständige Neuentwicklung. Aus der Serie von fünf Werks- und fünf Produktionswagen für Privatkunden ist Chassis Nummer 5 wohl das bemerkenswerteste Auto der kleinen Serie. Zwischengas hatte Gelegenheit, es zu fahren.
Der Type 53 von 1931 ist der einzige Allrad-Bugatti, der in der Ära Ettore Bugatti gebaut worden ist. Obwohl damit einige Siege eingefahren werden konnten, bewährte sich das Konzept auf Dauer nicht. Durch die aufwendige Achskonstruktion war die Lenkung nämlich so schwergängig, dass offenbar auch erfahrene Piloten ihre liebe Mühe damit hatten.
Im Sommer 1946 gab es in England Bestrebungen, einen National-Rennwagen zu bauen. Kein Wunder, musste da Frankreich mitziehen. Knapp 80 Jahre später ist nun ein Buch erschienen, das die unglaubliche Geschichte in Erinnerung ruft.
14. Februar 2026 — Martin Sigrist / Gooding Christie's11
Harry A. Miller war einer der brillantesten und einflussreichsten Konstrukteure im Motorsport der USA. Einige der fortschrittlichsten Rennwagen des frühen 20. Jahrhunderts stammen von ihm. Von seinen frühen Konstruktionen mit Hinterradantrieb hin zu den ersten, erfolgreichen Rennwagen mit Frontantrieb, die den amerikanischen Motorsport neu definierten, war eine logische Krönung dieser Entwicklung die Vereinigung von Front- und Hinterradantrieb in einem einzigen Chassis, dem Miller Four Wheel Drive (FWD) Special von 1932.
Nach der Vorstellung des neuen Ferrari Formel 1 für die Saison 2026 sind die Hoffnungen gross und der Druck noch grösser. Schliesslich hofft man, dass der einstige Erfolg der Marke zurückkehren möge. Ganz ähnlich war es 1992, als der F92A vorgestellt wurde.
Talbot-Lago gehörte zu den letzten französischen Herstellern von Luxusautomobilen. Als der T26 Grand Sport erschien, war das Unternehmen bereits schwer gezeicnet, dennoch sollten Optimismus und das Festhalten an Vorkriegstraditionen eine Wende zum Erfolg bringen, leider vergebens. Der T26 GS, Chassis-Nummer 110060 mit Zweisitzer-Rennkarosserie ist der letzte Wagen, der mit dem legendären 4.5-Liter Doppelnockenwellenmotor ausgeliefert wurde – ein Portrait.
30. Dezember 2025 — Karl Ludvigsen (Übersetzung: Matthias Kern)282
Eine der schillerndsten Episoden in der Geschichte eines schillernden Unternehmens war Porsches 13. Le-Mans-Sieg im Jahr 1994 – mit der Rennversion eines Strassenwagens, der wiederum von einem Rennwagen abstammte. Diese Hybris bekam dem Autobauer gut, einem Beteiligten jedoch weniger.
Die Alfetta 158 dürfte einer der erfolgreichsten Rennwagen in der Rennsportgeschichte überhaupt sein: Zusammen mit dem für die Saison 1951 weiterentwickelten Typ 159 wurden in 54 Rennen zwischen 1938 und 1951 nicht weniger als 47 Siege herausgefahren. Ein Rekord, selbst wenn der 2. Weltkrieg in diese Zeitspanne fällt! Doch so abenteuerlich wie ihre Sportgeschichte ist auch die Entstehung der Alfetta.
Vor 100 Jahren holte die damals erst zehnjährige Automobilmarke Alfa Romeo einen ersten, grossen Erfolg: Mit dem Gewinn der erstmals ausgetragenen Automobil-Weltmeisterschaft krönte die Mailänder Manufaktur die Rennsportsaison 1925 – dank zwei Siegen des Alfa Romeo P2 bei insgesamt vier Rennen.